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Ata und Ri – das Interview

Von | 8. Dezember 2014

Der Brett und Stein Verlag hat ein neues Buch herausgebracht, in dem zwei Kinder ein unverhofftes Abenteuer im Reich der Steine erleben. Das Buch führt auf spielerische Weise Grundideen und Probleme des Atari-Go ein, ohne dabei zu sehr ins Detail zu gehen. Ich habe auf dem Mannheimer Aji Gunnar Dickfeld getroffen, der zusammen mit Carolin Seck diese Bildergeschichte geschrieben hat, und mit ihm ein kurzes Interview über sein Kinderbuch geführt.

1. Wie habt Ihr die Idee bekommen?

Wir hatten schon länger die Idee, ein Buch für Kinder zu schreiben. Als wir dann im November letzten Jahres auf der Rückfahrt von einer Spielemesse waren, wo wir und andere sehr vielen Kindern Go auf unterschiedlichste Weise erklärt haben, nahm die Idee langsam Gestalt an: Es sollte ein Kinderbuch werden, in dem Kinder zum Go-Spielen animiert werden.

Mit Beginn des neuen Jahr fingen wir das Projekt an. Zwei interessante Kinder (ein Junge und ein Mädchen) sollten die Hauptfiguren spielen, das war klar. Nach einigen Anläufen haben wir an einem verregneten Samstag im März in der Küche bei heißem Tee mit Honig zusammen gesessen und losgeschrieben. Und plötzlich waren wir selbst im Reich der Steine!

2. Für welches Alter empfehlt Ihr das Buch?

Das Buch ist sehr gut für Kinder im Grundschulalter geeignet, zum einen zum Vorlesen aber auch zum Selberlesen. Diese Altersklasse taucht gerne ein in die Welt der Magie. Auch lieben diese Kinder es auf den Bilderbuchseiten kleine, versteckte Details zu entdecken.

3. Was sind Euer Ziel und Eure Wünsche für Eure Leser?

Wir wollten ein Kinderbuch gestalten, das auf einfache und trotzdem spannende und spielerische Weise die Atari-Regeln erklärt. Wir wünschen uns, dass die Kinder, Eltern, und wer auch immer selber liest oder vorlesen darf, von der Geschichte gefesselt ist und viel Freude am Lesen und am Durchdenken der Züge hat.

4. Im Buch wird nie von Go gesprochen, war das Absicht? Warum?

Wenn wir auf verschiedensten Veranstaltungen Go vorstellen und Bücher dazu anbieten, sind die Erwachsenen häufig abgeschreckt und denken, „Das ist viel zu kompliziert für mich.“ Sie wollen es dann auch nicht ihren Kindern zumuten.

Mit unserem Buch wollen wir die Kinder direkt ansprechen und sie das Spiel zusammen mit Ata und Ri entdecken lassen. Sie bekommen kein fertiges Spiel vorgesetzt; sie werden ermutigt selbst auszuprobieren und mit den wenigen Regeln zu experimentieren.

Da wir nur die Regeln des Atari-Go vermitteln, haben die Kinder in unserem Buch dem neuen Spiel den Namen Atari, zusammengesetzt aus Ata und Ri, gegeben.

5. Konnte Euer Illustrator schon Go spielen bevor er mit dem Zeichnungen für Euer Buch begann?

Nein, das war am Anfang sehr lustig, denn wir mussten ihm erst ein wenig das Spiel erklären. Er war begeistert, sowohl von dem Spiel als auch von der Idee des Buches. Er hat die Geschichte, die wir uns ausgedacht haben, mit wunderschönen Bildern zum Leben gebracht.

6. Habt Ihr Fortsetzungen geplant?

Natürlich haben wir schon die eine oder andere Idee für eine Fortsetzung. Schließlich müssen wir ja noch das richtige Go erklären. Zuvor möchten wir aber noch ergänzende Arbeitshefte mit Übungen zum Atari-Go gestalten. Diese sollen helfen, das Buch und das Atari-Spiel für Lehrer, Eltern und Pädagogen interessant zu machen.

7. Soll Euer Buch übersetzt werden?

Noch gibt es dazu keine konkreten Pläne. Wir würden uns aber sehr freuen, wenn wir entsprechende Anfragen bekämen.

8. Kannst du, Gunnar, ein bisschen über deine Arbeit im Verlag erzählen?

Mein Verlag ist ja nur ganz klein, denn Go ist hier nicht so weit verbreitet und bekannt wie in Korea. Aber es fallen natürlich alle Arbeiten wie in einem großen Verlag an, das heißt Projekte planen, Autoren auswählen, Übersetzer finden, Verträge aushandeln, die Texte lektorieren lassen, die Bücher setzen, Cover gestalten, und natürlich die Bücher drucken lassen und am Ende interessierte Käufer finden. Hierbei gibt es viele Helfer, ohne deren Unterstützung dies nicht möglich wäre. Weniger spannend sind Buchführung und Kostenkalkulationen, aber leider ebenso notwendig. Von dem Verlag allein kann man nicht leben, daher habe ich einen richtigen Job und mache die Verlagsarbeit als Hobby. Und hin und wieder gibt es die Zeit und die Freude, sich ein schönes neues Buch auszudenken, wie die Geschichte von „Ata und Ri im Reich der Steine“.

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