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Paar-Go in Japan – 2. Tag

Von und | 26. Oktober 2014
Teil 2 von 4 der Serie "Paar-Go in Japan"

Tokio liegt nur 16 Stunden von Hamburg entfernt. Netto sogar nur gute 13 Stunden. Allerdings leider Flugstunden. Mit Zeitumstellung erreichten wir damit nach unserer Abreise am späten Vormittag des Donnerstag bereits am nächsten Vormittag den Flughafen Narita und nur zwei Stunden später auch unser Hotel, ein gediegenes 4-Sterne-Hotel mitten in Tokio nahe der Iidabashi-Station. Alles ohne größere Probleme, da Japaner in der Regel extrem hilfsbereit sind, übrigens unabhängig davon, ob sie Englisch sprechen und die Touristenfrage verstehen oder nicht. Auch die Anmeldung im Hotel, der erste Lunch und der Bezug unseres Zimmers zeigten uns eindrücklich, dass wir im Land der Höflichkeit angekommen waren.

Zum Erholen blieb allerdings wenig Zeit. Um 15 Uhr waren wir in unserem Zimmer, aber schon um 18 Uhr sollte der Bus zum Hotel Okura, ein weniger gediegenes als vielmehr mondänes 5-Sterne-Hotel mit bestem Ruf, abfahren sollte, um uns zur großen Dinnerparty anlässlich des 25. Paar-Go-Jubiläums zu bringen.  Also kurz Koffer auspacken, etwas schlafen, duschen, in Schale werfen und wieder los.

Geladen waren bei der Dinnerparty nicht einmal alle Turnierteilnehmer, sondern nur VIPs und Special Guests. Unter den geladenen Profispielern waren so bekannte Namen wie Michael Redmond 9p, Chang Hao 9p und Cho Hun Hyun 9p. Das ist vergleichbar, als wäre man als Fußballfan zu einer Veranstaltung mit Pele, Franz Beckenbauer und David Beckham eingeladen. Amaaaaaizing!

Neben Taki Hisao, den “Erfinder” des Paar-Go, und seiner Frau Taki Hiroko, die seit vielen Jahren die Fäden bei der Paar-Go-Förderung zusammenhält, hielten viele wichtige Leute ebenso viele wichtige Reden. Zum Glück startete das 5-Gänge-Menü nicht erst danach, sondern die Reden und Gänge wechselten so regelmäßig ab, dass die Zuhörer immer auch etwas zu essen hatten. Selbstverständlich wurden dabei die vergangenen 25 Jahre Paar-Go als Erfolg gefeiert, aber dass ja auch zurecht, gab es in diesen Jahren nicht nur jedes Jahr das internationale Turnier in Tokio und seit einigen Jahren ein Paar-Go-Profiturnier, den Ricoh Cup, sondern auch Asienspiele, zwei olympische Denksportspiele, mehrere Sport-Accort-Spiele und zahlreiche amerikanische und europäische Go-Kongresse mit eigenen Paar-Go-Wettbewerben. Als Krönung dieser Erfolge wird sogar Paar-Go als eigener Wettbewerb bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio angestrebt.

Neben den gerade für das Ehepaar Taki, dass die Paar-Go-Welt enorm großzügig aus dem eigenen Vermögen sponsert, erfreulichen, positiven Reden und dem extrem guten Essen gab es zur Unterhaltung  noch ein kleines Kammerorchester, das klassische Musik spielte, ein Abstimmungsspiel, mit dem man die Kurz-Statements der geladenen Gäste live bewerten konnte, und einen Paar-Go-Schlager, dessen Text zwar auslag, der aber zur Erleichterung vieler anwesender Go-Spieler vom Band vorgespielt und nicht mitgesungen werden musste. Über die Paar-Go-Geschichte konnte man sich auf aufgestellten Stellwänden informieren, die über die Teilnehmer und Ergebnisse der verschiedenen Paar-Go-Events berichteten.

Die Veranstaltung war um 21 Uhr bereits beendet und zurück im Turnierhotel machte sich noch eine illustre, weil völlig internationale Gruppe (Deutshcland, Frankreich, Rumänien, Korea, Niederlande, Österreich, USA) auf den Weg in eiene nahegelegene Bar, um bei ein paar kühlen Bieren ein informelles Kennenlernen oder meist doch Wiedersehen zu feiern. Wir selbst waren nach nach ca. 38 Stunden mit nur etwa anderthalb bis zwei Stunden Schlaf um fast zwei Uhr im Bett, gespannt auf den kommenden Tag, der die erste Runde der Internationalen Meisterschaft, ein internationales Goodwill-Match und eine allgemeine Welcomeparty bringen sollte. Aber davon mehr beim nächsten Mal …

P.S. Wir bitten, die leichte Verzögerung beim Bloggen aus Japan zu entschuldigen, ader der volle Zeitplan, das zeitweise nicht erreichbare WLAN und Adapterprobleme bei den Steckdosen lassen nichts anderes zu.

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