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Touchscreen-Go gewinnt Iwamoto Award 2015

Von | 22. September 2015

Stones-world-wideEin Touchscreen-Go-Brett inmitten der Fußgängerzone von Wien hat den diesjährigen World Wide Iwamoto Award des European Go Centers (EGCC) gewonnen. Der zweite Platz ging von Will Lockhart und Cole Pruitt für ihren Go-Dokumentarfilm „The Sourrounding Game“.

Das Touchscreen-Go-Projekt ist die Arbeit eines Teams um Daniel Bösze, Vorstandsmitglied des österreichischen Go-Verbands, der die Software geschrieben und mit der Stadt Wien die Konditionen für die Installation ausgehandelt hat – go-baduk-weiqi.de hatte bereits berichtet. Die Realisation des Projekts hat über anderthalb Jahre gedauert und gut 20.000 Euro gekostet. Seit der Tisch im Oktober 2014 eröffnet wurde, wurden durchschnittlich etwa 100 Spiele pro Tag auf ihm gespielt, da er auf der belebtesten Einkaufsstraße Wiens, der Mariahilfer Straße, steht. Der Tisch bietet Platz für zwei Partien zeitgleich und wird von zwei großen Sonnenschirmen gegen Sonne und Regen geschützt.

Touchscreen-480x240pxDaniel Bösze und sein Team erhielten ein Preisgeld von 1.000 €. Für den zweiten Platz erhielten Pruitt und Lockhart einen „Förderpreis“ in Höhe von 500 Euro für ihren Film, der derzeit abgeschlossen wird, um bei Filmfestivals in diesem Herbst eingereicht werden zu können. Die Premiere soll dann im Frühjahr 2016 folgen.

 

Den dritten Platz, ebenfalls in Höhe von 500 Euro, ging an das Projekt 2008 laufende Projekt „Gakko no Go“, bei dem einkommensschwache Kinder in der Jesús Maestro School in Petare Go lernen. Das Projekt wurde von katholischen Ordensschwester Schwester Marsela Mujica initiiert, die durch das Manga „Hikaru no Go“ dazu inspiriert worden war. Von Null angefangen, erhielt sie Unterstützung vom Go-Verband Venezuelas, der Thai Go Association, dem Japan-Kollegium in Caracas, der Internationalen Go-Föderation und nicht zuletzt durch den bekannten argentinischen Spieler Fernando Aguilar, der das Projekt mehrfach besuchte.

Aus Deutschland hatten sich der Lehrer Wolfgang Claßen sowie die Go-Verleger Gunnar Dickfeld und Steffi Hebsacker jeweils mit einem Projekt beworben. Wolfgang Claßen landete mit seinem Go-Förderprojekt Hüllhorst auf einem herverragenden vierten Platz, Gunnar Dickfeld zusammen mit Carolin Seck und dem gemeinsamen Kinder-Buch-Projekt „Ata und Ri im Reich der Steine“ und Steffi Hebsacker mit ihrem „Filz-Go-Projekt“ landeten auf Plätzen im Mittelfeld.

Der Iwamoto Award dient der Förderung von Projekten, die sich der Verbreitung des Go verschrieben haben. Er ist benannt nach dem japanischen Meister Iwamoto Kaoru, der über Jahrzehnte ein unermüdlicher Fürsprecher für die Verbreitung des Go war, und wird vom EGCC mit Unterstützung der Europäischen Go-Föderation und dem japanischen Go-Verband Nihon Ki-in vergeben. Details zu den eingereichten Projekten finden Sie auf der EGCC-Website.

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